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Tag: World Grand Prix 2015

partypoker.com World Grand Prix 2015 - Das Finale



Es ist Money Time in Dublin. Im einzigen Major-Turnier der PDC das im Modus Double-In und Double-Out gespielt wird, sind noch zwei Männer übrig geblieben und klar jeder von den beiden würde sicher liebend gern mit Titel und 100.000 £ nach Hause gehen. Aber wie immer im Leben kann es nur einen geben. Ich bin gespannt, wie sehr Robert Thornton es dem klaren Favoriten schwer machen kann und vielleicht gibt es ja am letzten Tag dann noch mal eine riesengroße Überraschung. Nur der Vollständigkeit halber: Es wird nach dem Modus Best of 9 Sets gespielt, jeder Satz muss Best of 5 Legs gewonnen werden.

Das Finale
Michael van Gerwen v Robert Thornton

1-0
Eine klare Sache für Michael van Gerwen, Robert Thornton ist noch nicht im Spiel und wird gleich im ersten Satz zweimal gebreakt. Mighty Mike spielt schon in den ersten 3 Legs 4x180er und hat das Spiel voll im Griff. Ganze 6 Minuten hat dieser erste Satz gedauert, sollte das so weiter gehen, dann wird es vielleicht nicht mehr lange dauern bis es einen Sieger gibt.
1-1 Im zweiten Satz ist Robert Thornton endlich im Spiel angekommen, jetzt spielt er das, was wir auch in den letzten Tagen von ihm gesehen haben. Er holt sich im ersten Leg gleich das Break und bringt sich mit eigenem Anwurf mit 2:0 in Führung. Dann holt sich MvG sein erstes Leg und schafft auch noch ein Rebreak und gleicht in den Legs aus. Aber Robert Thornton bleibt hartnäckig und holt sich auch das Entscheidungsleg und kann in den Sätzen ausgleichen. Es wird also doch keine so einseitige Angelegenheit. 
1-2 Im dritten Satz kann Robert Thornton erstmals in Führung gehen, es ist zwar auch ein Satz den er anwirft und er braucht auch wieder das Entscheidungsleg, aber zum ersten mal ist Robert Thornton gleichwertig zu MvG unterwegs. 
2-2 Aber im vierten Satz scheint sich Robert Thornton eine kleine Auszeit zu gönnen, denn MvG hat keine Probleme mit 3:0 Legs diesen Satz zu gewinnen. MvG hat inzwischen 10 x 180er geworfen, das heisst der aktuelle Rekord von Adrian Lewis, der mal in einem Spiel 16 x 180er geworfen hat, könnte von MvG pulverisiert werden.  
2-3 Der fünfte Satz hat Licht und Schatten für Robert Thornton, er spielt zunächst sehr gut und führt schon 2:1 in den Legs, doch dann braucht Thornton 9 Darts um ins Leg zu kommen, van Gerwen ist eigentlich längst schon enteilt, aber dann macht MvG 10 Fehler auf das Doppel beim Finish und verliert dann den Satz noch.
3-3 Und dann ist es plötzlich wieder MvG der komplett überzeugt und in nur wenigen Minuten und mit 3:0 Legs sich den nächsten Satz holt. Ungewöhnlich ist heute der Auftritt des Niederländers, er scheint heute extrem in sich gekehrt und man sieht nicht sein "Monster" Gesicht und keine lauten Ausrufe, gar nichts.
3-4 Und jetzt wird es langsam spannend und auch entscheidend, nach dem 3:0 Leg gewinnt im letzten Satz, macht MvG so weiter und holt sich auch in diesem Satz die ersten beiden Legs. Doch dann kommt MvG schon wieder in Probleme auf die Doppel und Robert Thornton kämpft sich wieder ran bis zum Entscheidungsleg. Und auch in diesem Leg kann Thornton einfach nur an MvG dran bleiben, aber der trifft wieder die Doppel nicht und so holt sich Thornton erneut die Führung. Das bedeutet auch, MvG muss jetzt den nächsten Satz gewinnen, sonst ist es schon vorbei und Thornton bekommt seinen letzten Satz, den er jetzt nur noch braucht. MvG hat inzwischen den Rekord von Adrian Lewis eingestellt.
4-4 Und mit etwas Kampf aber doch noch recht souverän schafft MvG wieder den Ausgleich und auch das ist etwas neues für den World Grand Prix, denn einen Entscheidungssatz hat es hier auch noch nicht gegeben. 
4-5 Und die Überraschung ist komplett, der Schotte Robert Thornton besiegt MvG in einem spannenden Finale und gewinnt erst sein zweites Major-Turnier.


Game on! 

Ozzy 10.10.2015, 20.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

World Grand Prix 2015 - Halbfinale Zusammenfassung



Auch heute will ich den gestrigen Abend noch einmal zusammenfassen. Überraschungen gab es diesmal nicht, die größere Erfahrung in großen Turnieren hat in beiden Spielen am Ende gesiegt. Und wenn ich wetten würde, dann würde ich wahrscheinlich heute Abend im Finale mein Geld auf die Nummer 1 der Welt setzen, auch wenn ich sicher Robert Thornton diesen Titel gönnen würde. Im ersten Spiel des gestrigen Abends hatte Robert Thornton mit Mensur Suljovic deutlich mehr Probleme als später am Abend dann sein Mitfinalist Michael van Gerwen mit Mark Webster. Bis zum 2:2 in den Sätzen war das Spiel eher ausgeglichen und für diese Ausgeglichenheit musste Thornton mächtig arbeiten. Aber als er Mensur den 5.ten Satz, den Mensur auch angeworfen hat, abgenommen hat, hatte er den Österreicher geknackt. Der wirkte dann unzufrieden mit seinem Spiel und winkte zu viel ab, als dass man noch einmal ein aufbegehren gegen die Situation feststellen konnte. Der Sieg für Thornton geht aber völlig in Ordnung. Michael van Gerwen, der nicht müde wird, immer wieder zu betonen, was dieses Turnier für ihn bedeutet, hatte mit Mark Webster nicht wirklich Probleme. Van Gerwen der vor 4 Jahren hier seinen ersten großen PDC Major-Titel holte steht nun zum dritten mal in vier Jahren hier im Finale. 2012 und 2014 konnte er hier den Titel holen und wenn er im Finale stand, dann hat er es auch nicht verloren.

Schauen wir uns noch einmal den Weg ins Finale der beiden Spieler an:
Michael van Gerwen

 

180s

Average

High Finish

Starting %

Finishing %

Legs Lost

2-1 v Keegan Brown

5

92.84

50

11/27 (41%)

7/13 (54%)

4

3-1 v Kim Huybrechts

5

91.87

160

16/32 (50%

10/23 (43%)

6

3-0 v Jamie Lewis

5

95.66

160

12/24 (50%)

9/26 (35%)

3

4-1 v Mark Webster

3

93.25

154

21/58 (36%)

14/25 (56%)

7

Total

18

93.30

 

60/141 (43%)

40/87 (46%)

20


Robert Thornton

 

180s

Average

High Finish

Starting %

Finishing %

Legs Lost

2-0 v Daryl Gurney

3

96.98

110

9/23 (39%)

6/9 (67%)

3

3-0 v Justin Pipe

2

83.96

127

12/28 (43%)

9/21 (43%)

3

3-2 v Ian White

7

90.06

101

22/66 (33%)

13/24 (54%)

9

4-2 v Mensur Suljovic

11

90.03

140

26/64 (41%)

14/34 (41%)

12

Total

23

89.71

 

69/181 (38%)

42/88 (48%)

27


Und so sieht der persönliche Vergleich der Spieler aus:

Michael van Gerwen

 

Robert Thornton

26

Age

48

Vlijmen, Netherlands

From

Stevenston, Scotland

1

World Ranking

7

2006 World Masters
2012 & 2014 World Grand Prix
2013 Premier League
2013 Players Championship Finals
2014 World Championship
2014 European Championship
2014 PDC World Cup
2015 The Masters
2015 UK Open
2015 World Matchplay

Major Titles

2007 World Masters
2012 UK Open

39

PDC Ranking Wins

12

Winner 2012, 2014

Previous Dublin Best

Quarter-Finals 2012

Wife Daphne (not here)

Partner

Wife Christine (is here)

13 Wins

Career Head-To-Head

4 Wins


Wenn man das jetzt alles so betrachtet, dann gibt es natürlich nur einen echten Favoriten, hoffen wir also trotzdem auf einen großartigen Kampf und ein schönes Finale.

Game on!

Ozzy 10.10.2015, 15.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

partypoker.com World Grand Prix 2015 - Halbfinale



Dublin bei Nacht (Bild oben). Noch knapp eine halbe Stunde, dann geht der Darts-Abend wieder los und die Halbfinals stehen am heutigen Freitag auf dem Programm. Ein Schotte, ein Österreicher, ein Waliser und ein Holländer sind die letzten 4 verbliebenen Spieler. Einer von ihnen wird morgen die Trophäe in die Luft strecken dürfen und den Preisgeldscheck mit nach Hause nehmen. Natürlich hat Michael van Gerwen, der Titelverteidiger, die besten Karten im Ärmel und das nötige Selbstvertrauen fehlt the green machine auch nicht. Aber wenn man eines über den diesjährigen World Grand Prix drüber schreiben müsste, dann wäre das "dicke, fette Überraschungen" und zwar vom Anfang bis vielleicht ganz zum Ende. Lassen wir uns also überraschen, was heute Abend passiert und geniessen wir die Show.

Halbfinale:
Robert Thornton 4-2 Mensur Suljovic

0-1  Beide starten sehr gut in den ersten Satz, Robert Thornton will Mensur direkt im ersten Leg unter Druck setzen und ist etwas besser in den Scores, doch Mensur holt sich sein Leg mit dem ersten Highfinish (108). Das nächste Leg holt sich Thornton ganz klar und auch im dritten Leg versucht er Mensur zu überscoren, in allen ersten drei Legs hat er je eine 180 gespielt, aber auch hier ist Suljovic sicher auf die Doppel und führt mit 2:1. Im vierten Leg bleiben dann so ein bisschen die Scores weg und plötzlich hat Mensur eine Breakchance und die holt er sich und damit den ersten Satz.
1-1 In den zweiten Satz startet zunächst Thornton besser und kann sich gleich mal mit 2:0 in Führung bringen, aber dann kommt Mensur wieder zurück und kämpft sich zum 2:2 Ausgleich wieder heran. Es gibt also ein Entscheidungsleg, dass am Ende Robert Thornton für sich entscheiden kann, er gleicht also in den Sätzen zum 1:1 aus.
1-2 Im dritten Satz hat dieses mal Mensur Suljovic keine Probleme den Satz für sich zu entscheiden, er holt sich seine Anwurflegs und schafft ein sehr gutes Break im vierten Leg und gewinnt den dritten Satz mit 3:1 Legs. Er führt jetzt nach Sätzen wieder mit 2:1 und es ist sehr schön zu sehen, wie Mensur toll mitspielen kann. 
2-2 Im vierten Satz wirft Robert Thornton und der bringt seine Legs auch durch beim Stand von 2:1 Legs, wirft Mensur an und liegt auch vorn, stellt sich 60 und verpasst zunächst die Doppel20 und dann die Doppel10. Eine Chance für Robert Thornton, der noch 56 Rest hat und er holt sich das Break und den Satz, mit dem er zum 2:2 in Sätzen ausgleichen kann. Es bleibt weiter spannend. 
3-2 Zum ersten mal heute Abend kann Robert Thornton mit den Sätzen in Führung gehen, zum ersten mal auch, dass ich so etwas wie Schwäche bei Mensur Suljovic sehe, erstmals hat er Probleme auf die Doppel beim Double-In und so kann sich Thornton den fünften Satz mit 3:1 schnappen. Ihm fehlt jetzt nur noch einer zum Sieg und im nächsten hat er den Vorteil, das er anwirft. Mensur muss  den nächsten Satz mit Breaks gewinnen, sonst Ende sein Traum vom Finale hier auf dieser Bühne.
4-2 Im sechsten Satz kann sich Mensur direkt das erste Leg von Thornton schnappen und breakt ihn, doch leider breakt sich Thornton im zweiten Leg direkt wieder zurück. Es könnte sein, dass so langsam die ausgelassenen Chancen an Mensur Suljovic zu nagen beginnen. Thornton holt sich das 3.te Leg und der Druck liegt nun komplett auf Suljovic. Mensur sieht nicht mehr sehr zuversichtlich aus und auch wenn er sich über einen Wurf ärgert, dann ist das schon sehr resignierend. Mensur kann das vierte Leg für sich entscheiden und nun kommt es zu einem Entscheidungsleg, dass aber Robert Thornton anwerfen darf. Nach seiner 11ten 180 hat Thornton noch 56 Rest und Mensur ist noch nicht im Finishbereich. Thornton holt sich das Leg und den Satz und das Match und zieht ins Finale ein. Tolles Spiel von Mensur - aber fair play Robert Thornton war heute Abend der Bessere.



Mark Webster 1-4 Michael van Gerwen

0-1
Mark Webster startet sehr gut in den ersten Satz und holt sich gleich ein Break, aber MvG kommt dann besser ins Spiel und breakt sich direkt wieder zurück. Beim Stand von 2:2 in den Legs kommt es schon im ersten Satz zu einem Entscheidungsleg. Mark Webster trifft jetzt aber 6 mal das Double-In nicht und MvG kann sich gleich absetzen, er holt sich das letzte Leg und den ersten Satz und führt 1:0.
1-1 Im zweiten Satz startet MvG besser und führt schnell mit 2:0, dann kann sich Mark Webster wieder heran kämpfen und zuerst sein Leg gewinnen und sich dann ein Break holen, um im Satz zu bleiben. Und dann gibt es ein Entscheidungsleg und obwohl Webster anwirft, ist MvG schneller am Finish, Webster bleibt aber dran. Als MvG seine 105 nicht ausmachen kann, nutzt  Webster seine Chance und finished seine 103. Satzausgleich!
1-2 Der dritte Satz hat kaum begonnen, da ist er auch schon wieder vorbei. MvG scheint seinen Rhythmus gefunden zu haben, aber Webster hat ihn scheinbar verloren. MvG gewinnt den dritten Satz mit 3:0 Legs und geht in den Sätzen wieder in Führung.
1-3 Es läuft alles für die Nummer1 der Welt, es ist halt doch etwas anderes, wenn man sich gegen eine solche Hausnummer durchsetzen muss. Mark Webster spielt nicht so, wie noch gestern gegen Jelle Klaasen, aber er spielt ja auch gegen MvG und das merkt man ihm heute an. Mvg gewinnt auch diesen Satz mit 3:1 Legs und führt jetzt klar in den Sätzen mit 3:1.
1-4 Und dann ist es auch schon vorbei, MvG hat nicht wirklich Probleme mit Mark Webster gehabt. Der Titelverteidiger bleibt im Turnier und ist nun natürlich morgen der große Favorit für den Titel.


Game on!

Ozzy 09.10.2015, 19.27 | (0/0) Kommentare | TB | PL

World Grand Prix 2015 - Viertelfinale Zusammenfassung



Das sind die vier glücklichen Gesichter der Halbfinalisten des diesjährigen World Grand Prix 2015. Die Engländer wetten ja bekanntermassen auf alles, aber ich bin mir sicher, dass jemand jetzt unheimlich reich ist, weil er das vorhergesagt hat oder aber das wirklich niemand auch nur einen Tipp auf dieses Quartett abgegeben hat. Das Viertelfinale war ebenfalls wieder voller Überraschungen, wenn auch zum Teil anderer Art von Überraschung. Überraschend war auf jeden Fall, dass die meisten der Spieler nicht an die Leistungen ihrer vorherigen Spiele anknüpfen konnte.

  • Robert Thornton spielte keine schlechte Partie, dafür war aber Ian White meilenweit von der Form aus dem Spiel gegen Gary Anderson entfernt. Was gestern wie im Traum gelang, war heute der pure Alptraum, schwächen auf die Doppel und anstatt 9 180er wie gegen Gary Anderson, nur maue Scores und einen Average von 79,8. Das reichte nicht und so schied der letzte Engländer aus. Für Robert Thornton ist es das erste mal beim World Grand Prix, dass er dessen Halbfinale erreicht.
  • Mensur Suljovic sah schon aus, wie der klare Verlierer. Eigentlich schien alles wie auf Schienen zu laufen für Vincent van der Voort, der vom Beginn an überzeugend spielte und Druck über Druck ausübte. Doch dann verpasst er beim Stand vom 1:0 in den Sätzen und 2:0 in den Legs im zweiten Satz 18 mal die Doppel zum zweiten Satzsieg und damit des sicheren Weges zum Gesamtsieg. Er verliert den schon sicher geglaubten 2.ten Satz noch und geht dann sang und klanglos unter. Während der große Holländer noch über seine Fehler nachdachte, kämpfte sich Mensur zurück ins Spiel und als ob er jemand irgendetwas beweisen müsste, spielt er am Ende zum Sieg ein 170er Bullseye Finish und steht zum ersten mal in seiner Karriere in einem Major-Turnier Halbfinale. 
  • Mark Webster könnte auch ein Poker Spieler sein, denn während des gesamten Spiels, konnte man nicht eine Regung erkennen, er spielte sein Spiel herunter und war still und ruhig, egal ob er mit 2:0 in Führung lag, oder ob es am Ende noch einmal knapp wurde, als es in Sätzen 2:2 ausgeglichen und in Legs 2:2 ausgeglichen stand. Jelle Klaasen kämpfte, konnte aber über den Kampf nicht zu der Form finden, die er gebraucht hätte, um Mark Webster zu schlagen. Nach dem Sieg allerdings sah man, welch große Anspannung in Mark Webster herrschte, als die Freude über den Sieg aus ihm herausbrach. Auch Mark Webster erreicht zum ersten mal in seiner Karriere das Halbfinale beim World Grand Prix.
  • Michael van Gerwen, der bisher noch nicht auf vollen Touren lief, meiner Meinung nach, brauchte auch gestern noch nicht den allerletzten Gang einlegen, um den jungen Jamie Lewis zu besiegen. Für den ist natürlich alleine schon das erreichen des Viertelfinals ein sehr großer Erfolg. Michael van Gerwen ist der letzte große Favorit und er ist überraschend noch nicht ausgeschieden.     
Heute Abend geht es also dann um den Einzug ins Finale und ich denke, die Partien werden uns viel Spass machen.

Game on!

Ozzy 09.10.2015, 09.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

partypoker.com World Grand Prix 2015 - Viertelfinale



Es ist Viertelfinale in Dublin und kaum einer hat wohl mit diesen Beteiligten gerechnet. Nur noch drei Top10 Spieler sind unter den letzten acht verbliebenen Spielern. Wird das Favoritensterben auch heute Abend weiter gehen? Nun ein Top10 Spieler wird auf jeden Fall ausscheiden, denn die Paarung Thornton gegen White besteht aus zwei der dreien. Ich hoffe, der junge Jamie Lewis bleibt genau so cool wie bisher und spielt weiter so gut. Und vielleicht kann Mensur Suljovic ja auch weiterhin Geschichte schreiben. Ein spannender Abend wird es auf jeden Fall.

Viertelfinale:
Ian White 2-3 Robert Thornton

Das kann ein sehr spannendes Spiel werden, denn wenn man nur mal den Stand in der Order of Merit zu Grunde legt, dann kämpfen hier zwei ziemlich gleich starke Spieler mit der Nummer 7 und 8 der Welt. Robert Thornton startet besser ins erste Leg und spielt die 501 runter ohne das Ian White ein Double-In trifft. Im zweiten Leg kommt Ian White besser ins Spiel, aber das ist heute noch nicht der Ian White von gestern, am Ende kann sich The Thorn mit einem Break im vierten Leg den ersten Satz sichern. Der zweite Satz ist dann schon mal ein Krimi für sich, White startet und holt sich das erste Leg, Thorton zieht mit eigenem Anwurf gleich und kann dann im dritten Leg ein Break schaffen. White sieht eigentlich schon geschlagen aus, aber jetzt geht es erst richtig los, White breakt sich zurück und im Entscheidungsleg unter starken Druck von Robert Thorton wirft 158er Finish und holt sich den zweiten Satz und gleicht zum 1:1 aus. Nun hat man gerade gedacht, White hat sich gefangen, da knallt ihm Robert Thornton ein 3:0 im dritten Satz vor den Latz und setzt sich erneut mit 2:1 in Front. Das ist nicht der White von gestern, aber er ist noch nicht abzuschreiben, denn auch wenn ihm heut nicht so viel gelingt wie gestern, so hat er doch seine Momente und er kämpft ja noch. Vierter Satz und Ian White steht schon wieder mit dem Rücken zur Wand, verliert er den Satz, ist das Spiel beendet und man merkt ihm die Nervosität absolut an. Er kämpft sich durch den Satz bis ins Entscheidungsleg und holt sich Satz4 mit 3:2 Legs und gleicht erneut in den Sätzen aus. Letzter Satz und Ian White trifft immer noch nicht wieder so wie gestern , es geht bis ins Enstcheidungsleg nach dem beide vorher je zwei Legs für sich entscheiden konnten, im letzten Leg kann sich Thornton absetzen und holt sich das Leg und das Match. Thornton zieht zum erstenmal ins Halbfinale beim World Grand Prix ein.

Mensur Suljovic 3-1 Vincent van der Voort

Im ersten Spiel waren es zwei Spieler aus der Top10, die einen von sich elimieren mussten, jetzt haben wir wohl die zwei größten Überraschungen dieses Turniers und auch die beiden müssen einen von sich eliminieren. Vincent startet gleich mit einem Break, aber Suljovic breakt sich im zweiten Leg sofort wieder zurück. Doch das mit den Breaks hört nicht auf, den VvdV holt sich erneut eines, mit eigenem Anwurf holt er sich dann das vierte Leg und gewinnt den ersten Satz. Ich mag das gar nicht schreiben, aber Mensur geht es heute genau so, wie eben Ian White, er ist nicht so gut drauf wie gestern. Der zweite Satz ist wieder ein kompletter Krimi, eigentlich sieht alles so aus, als wenn VvdV den Satz gleich mit 3:0 gewinnt, doch dann gibts plötzlich Double-Trouble beim Holländer und dann dreht Mensur echt das Spiel und holt sich den zweiten Satz und gleicht in den Sätzen aus.  Und jetzt dreht sich das Spiel, nach diesem Problem im dritten Spiel des zweiten Satzes, hat Vincent an Selbstvertrauen verloren.  Suljovic holt sich den dritten Satz klar und führt jetzt 2:1. Und dann passiert, was passieren muss, VvdV kann sich nicht mehr fangen  und Suljovic wird stärker und stärker, er holt sich Leg um Leg und dann beendet er das dritte Leg mit einem 170er Finish und zieht zum ersten mal in seiner Karriere in ein Majorturnier-Halbfinale ein.  

Mark Webster 3-2 Jelle Klaasen

Und noch einmal zwei Überraschungspakete gegeneinander und auch in diesem Spiel spielt einer Schwächer, als er sich bis jetzt präsentiert hat. Bei Mark Webster läuft alles prima, aber bei Jelle Klaasen trifft leider nicht viel. Im ersten Satz bekommt er kein Leg zu gewinnen und so geht Webster mit 1:0 in den Sätzen in Führungen. Auch im zweiten Satz geht erstmal wieder Webster in Führung und erst beim Stand von 2:0 holt sich Jelle Klaasen sein erstes Leg und bringt sich aufs Score-Board. Im nächsten Leg ist Jelle Klaasen schon kurz vor dem Ausgleich in den Legs, doch dann trifft er die Doppel 9 nicht und mark Webster holt sich das leg und auch den zweiten Satz mit 3:1 Legs. Nach Sätzen führt Webster nun 2:0 und wenn Jelle Klaasen nicht im nächsten Satz schon rausfliegen will, dann braucht er jetzt wieder etwas von seiner Treffsicherheit zurück. Und dann wird es erneut verrückt, denn das Spiel dreht sich und Jelle Klaasen holt sich die nächsten zwei Sätze und gleicht nach Sätzen zum 2:2 aus.  Es geht also erneut in ein Entscheidungsleg und zunächst holen sich beide Ihre Anwurfspiele, doch dann gelingt Mark Webster ein Break zum 2:1 in den Legs. Aber Jelle Klaasen gelingt das Rebreak mit einem wirklich sehr guten Leg. Wenn einer das Momentum auf seiner Seite haben müsste, dann müsste das eigentlich Jelle Klaasen sein, doch der trifft erst beim 5.ten Dart das Double-In und rennt daher Mark Webster hinterher, der seine erste Chance nutzt und das Spiel für sich entscheidet.  

Michael van Gerwen 3-0 Jamie Lewis

Der Titelverteidiger gegen einen der jungen Wilden, diese Spiel wäre ja wieder so eines für eine dicke Überraschung. Aber im ersten Satz kann Jamie Lewis noch nicht seine Klasse zeigen, statt dessen holt sich MvG den ersten Satz mit 3:0 Legs. Und auch im zweiten Leg sieht es nicht gut für Jamie Lewis aus, auch wenn er sich mit dem ersten Leg aufs Scoreboard bringt. Michael van Gerwen holt sich dann denn zweiten Satz mit 3:1 Legs. Und auch der dritte Satz geht mit 3:2 an Michael van Gerwen und damit gewinnt er das Spiel und zieht ins Finale ein. 

Game on!

Ozzy 08.10.2015, 19.51 | (0/0) Kommentare | TB | PL

World Grand Prix 2015 - Tag4 Zusammenfassung



Was soll ich sagen, meine Behauptung, dass es vielleicht ein Finale geben wird, mit dem wirklich niemand gerechnet hat, nimmt immer mehr Form an. Auch wenn ich gestern Abend ja so ein bisschen gescherzt habe, wer in den Partien denn der Favorit von den Spielern ist, kann man doch am Ende des Abends klar feststellen, dass Favoritensterben ist auch gestern Abend weiter gegangen. Im Prinzip gibt es nur noch einen großen Namen der bis ins Viertelfinale vorgestossen ist und das ist Michael van Gerwen.

  • Überraschend in Spiel 1 war eigentlich nur, wie schlecht Justin Pipe gestern drauf war, seine Unsicherheit machte es Robert Thornton extrem leicht, diesen Sieg einzufahren und ins Viertelfinale.
  • Mensur Suljovic schreibt weiter Geschichte, zu dritten mal in Folge erreicht er in diesem Jahr ein Viertelfinale eine PDC-Major Turniers und ist damit neben Michael van Gerwen der einzige, der das in diesem Jahr erreicht hat. Und auch dieser Sieg wird den aktuell bestplatzierten deutschsprachigen Spieler in der Order of Merit  von Platz 28 weiter nach vorne spülen. Großartige Leistung des Wieners, der nun auf Vincent van der Voort trifft.
  • Und da sind wir auch schon bei Überraschung 3, denn der Taylor Besieger Vincent van der Voort scheint in diesen Tagen in Dublin nur so vor Selbstvertrauen zu strotzen. Es war schon sehr toll anzuschauen, mit welcher Sicherheit er die wichtigen Punkte machte und Terry Jenkins, dem man jederzeit ein Finale in Dublin zugetraut hat, in den Schatten stellte. Im Viertelfinale wird sich nun zeigen, wer von den beiden Überraschungen am Ende noch übrig bleiben wird.
  • Und dann kommen wir zu Sensation des Abends, denn Ian White zeigte wohl eines der besten Spiele, dass er je gespielt hat und wirft den Weltmeister aus dem Rennen. Immer wenn Gary Anderson Druck machen wollte, dann hatte Ian White eine passable Antwort parat. Insgesamt 19 180er wurden in diesem Spiel geworfen. Das White in einer sehr guten Form ist, wussten wir, aber dass er so gut spielen kann, dass war dann doch Überraschung Nummer 4. 
Was für ein Turnier, wenn ich wetten würde, dann hätte ich darauf gewettet, dass keiner auch nur annähernd getippt hat, das diese 8 Personen jetzt im Viertelfinale stehen, wäre zum Beispiel Ian White rausgeflogen, dann wäre es der erste World Grand Prix seit vielen Jahren, ohne dass ein Engländer noch mit im Rennen wäre. Jetzt haben wir 3 Holländer, 2 Waliser, 1 Schotte, 1 Engländer und einen Österreicher ... Wahnsinn!

Game on!

Ozzy 08.10.2015, 09.05 | (0/0) Kommentare | TB | PL

partypoker.com World Grand Prix 2015 - Tag4



Achtelfinale zweiter Tag beim World Grand Prix 2015 in Dublin, nach dem in dieser Gruppe bereits einige Favoriten herausgeflogen sind, könnte man sich fragen, was kann da heute Abend schon noch passieren. Aber gut wenn man sich die Paarungen dann genauer anschaut, dann will ich nicht glauben, dass da nicht doch noch ein paar Überraschungen möglich sind. Und schliesslich spielt auch noch Mensur Suljovic und da heisst es natürlich Daumen drücken.  

Runde2 - Tag2
Robert Thornton 3-0 Justin Pipe

Fragen wir uns einmal, was wir von dieser ersten Partie erwarten können. Robert Thornton ist mit Sicherheit der Favorit, er ist aktuell die Nummer 7 der Welt, sollte er das Turnier gewinnen, könnte er vielleicht sogar Adrian Lewis und James Wade auf 5 und 6 gefährlich werden. Justin Pipe ist aktuell 19.ter der Rangliste und sein höchster Platz in der Rangliste war Platz 8 im Jahr 2013.  Sollte Thornton gegen Pipe verlieren, werden alle wieder auf der langen Konzentrationsphase und dem daraus resultierenden langsamen Spiel herumreiten. Aber Justin Pipe ist meiner Meinung nach einer der am meisten unterschätzten Spieler. Im ersten Satz geht es schon mal über 5 Legs, die ersten beiden Legs sind jeweils Breaks, danach holt jeder von beiden einen eigenen Anwurf und im letzten Leg ist Robort Thornton deutlich besser als Pip und holt sich damit den ersten Satz zu 1:0. Im zweiten Satz gibt es leider nichts zu deuteln, Thorton outscored Pipe eindeutig und kann den Satz auch überzeugend und klar mit 3:0 für sich entscheiden. Nach Sätzen führt Thornton nun mit 2:0 Sätzen. Im dritten Satz kann Justin Pipe noch einmal ein Leg gewinnen und auch etwas Druck ausüben, aber Robert Thornton mag es, wenn er Druck bekommt und kann dann am besten spielen. Er gewinnt den dritten Satz mit 3:1 und zieht ins Viertelfinale ein. Keine Überraschung also in Spiel 1.

Mensur Suljovic 3-0 Simon Whitlock

In diesem Spiel kann man nicht wirklich festlegen, wer eigentlich der Favorit ist. Klar vom Papier her ist Simon Whitlock noch der bessere Spieler, aber ist er das wirklich, denn Simon sucht seit mehr als zwei Jahren nach seiner Bestform und in dieser Zeit hat er gerade bei großen TV-Turnieren versagt. Klar Mensur ist zum aller ersten mal beim World Grand Prix, aber was er in diesem Jahr für eine Saison spielt ist schon alle Ehren wert und wenn er James Wade aus dem Rennen nehmen kann, dann kann er einen Simon Whitlock auch aus dem Rennen nehmen. Im ersten Satz überzeugt Suljovic vor allem mit dem Start Double , 4 von 4  auf sein Lieblingsdoppel Doppel 14 und am Ende gewinnt er den ersten Satz mit 3:1 und führt 1:0 in den Sätzen. Den zweiten Satz wirft Simon Whitlock an und insgesamt gesehen, ist dieser Satz ausgeglichener. Jeder der beiden bringt seinen Anwurf durch und es steht 2:2 in den Legs, im Entscheidungsleg wirft wieder Simon an, doch wieder unter Druck das Leg gewinnen zu müssen, bleiben die Scores aus und Mensur spielt sich mit einer 180 zur rechten Zeit auf 32 Rest, während Whitlock noch nicht im Finishbereich ist. Mensur holt sich mit einem Break auch den zweiten Satz und führt nun 2:0 in den Sätzen. Im dritten Satz spielt dann aber nur noch einer und das ist Mensur Suljovic, er gewinnt seinen Anwurf und holt sich danach direkt das Break und gewinnt den dritten Satz in 3:0 Legs und gewinnt das Spiel mit 3:0 Sätzen. Überraschung: der Debütant ist im Viertelfinale!

Vincent van der Voort 3-0 Terry Jenkins

Und wieder muss man sich auf die Suche machen, wer eigentlich der Favorit in diesem Match ist. Terry Jenkins ist 13 der Welt und hat schon zweimal hier im Finale gestanden und Vincent van der Voort ist die aktuelle 16 der Welt und war noch nie im Achtelfinale beim World Grand Prix. Aber VvdV hat Phil Taylor aus dem Rennen geworfen und die Iren lieben den großen Holländer und singen seinen Namen. Im Moment muss sich VvdV wohl richtig gut fühlen und das sieht man auch im ersten Satz, den holt er sich nämlich in windeseile und klar mit 3:0 Legs. Aber man darf natürlich nicht Terry Jenkins jetzt schon abschreiben, im zweiten Satz holt er sich sein erstes Leg und kann auch mit dem zweiten Leg zum 2:2 in den Legs ausgleichen, aber obwohl Terry Jenkins fast sein bestes Leg in diesem Entscheidungsleg spielt, lässt ihm am Ende VvdV keine Chance und holt sich den zweiten Satz mit einem 149er Highfinish. 2:0 nach Sätzen für den großen Holländer im blauen T-Shirt. Im dritten Satz sieht Terry Jenkins nicht mehr gut aus, er sieht aus wie ein geschlagener Spieler und im ersten Leg wird er gleich gebreakt, dann kann Vincent sich mit 2:0 absetzen. Jenkins holt sich noch ein Leg muss nun aber gegen den Anwurf von Vincent ein Break holen. Und in diesem Leg zeigt Jenkins zum ersten mal Größe und Klasse und holt sich das Break. Mit eigenem Anwurf könnte er sich einen ersten Satz holen und im Spiel bleiben. Aber am Ende trifft er erst Doppel 20 nicht und nach dem er sich Doppel16 gestellt hat, auch diese nicht, statt dessen holt sich VvdV den Sieg. Überraschung: der Taylor Besieger ist noch im Rennen!

Gary Anderson 1-3 Ian White

Okay endlich ein Spiel wo der Favorit klar und deutlich benannt werden kann, Gary Anderson, der aktuelle Weltmeister und Premier League Sieger und die aktuelle Nummer 2 der Welt. Aber er hat es mit Ian White zu tun, der hat sich auf Platz 8 in der Welt vorgearbeitet, hat zuletzt noch einen Pro Tour Titel gewonnen und er ist mit Sicherheit kein leichter Gegner. Und das zeigt Ian White gleich mal im ersten Satz, den er auch locker 3:0 gewinnen hätte können, aber einmal verpasst er das Doppel und da holt sich Gary Anderson ein erstes Leg. Aber Ian White bleibt straight und gewinnt den ersten Satz mit 3:1 Legs. In der Pause zwischen Satz1 und Satz2 hat Gary Anderson nicht die Bühne verlassen, sondern hat ununterbrochen weiter auf das Board trainiert. Im zweiten Satz zeigt er sich deutlich besser auf die Double-In´s und übt nun auch größeren Druck aus auf Ian White. Gary Anderson holt sich den zweiten Satz mit 3:2 Legs und gleich in den Sätzen zum 1:1 aus. Im dritten Satz ist das Spiel völlig ausgeglichen und eines ist schon mal klar, dass ist eines der besten Matches, dass man dieses Jahr in Dublin gesehen hat. White holt sich mit 3:2 Legs den dritten Satz und geht wieder mit 2:1 in Führung. Der Standard, den die beiden hier spielen, ist so hoch, nach 3 Sätzen haben beide schon je 8 180er geworfen. Der vierte Satz verläuft wie der dritte, diesmal hat Anderson den Vorteil des ersten Anwurfs und beide bringen auch wieder ihre Legs durch, aber im Entscheidungsleg  verpasst Gary Anderson die Doppel 20 und Ian White nutzt die erste Chance und er gewinnt Satz 4 und das Spiel mit 3:1 Sätzen. Überraschung: der Weltmeister ist raus!  

Game on!

Ozzy 07.10.2015, 19.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

World Grand Prix 2015 - Tag3 Zusammenfassung



Wie schon der Sonntag war auch der gestrige Abend vollgespickt mit sehr attraktiven Partien und in jeder einzelnen war auch eine Prise Überraschung enthalten. Das Favoritensterben hat auch gestern Abend nicht aufgehört und ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass es eventuell ein Finale geben könnte, mit dem wohl überhaupt keiner gerechnet hat. Stellt euch vor das Finale hiesse Mensur Suljovic gegen Jamie Lewis oder Mark Webster, dass wäre doch mal was.

  • Im Kampf der Youngster hat gestern eindeutig der Jüngere der beiden Jamie "Rasta" Lewis aus Wales die Nerven behalten und trotz einen 0:2 Rückstands dann das Spiel gedreht und am Ende gewonnen. Michael Smith, den man auch als einen Turnierfavoriten ansehen musste, ist also der erste Favorit am gestrigen Abend, der das Turnier verlassen musste.
  • Der BDO Weltmeister von 2006 Jelle Klaasen wechselte 2007 zu PDC und hatte auch am Anfang seiner PDC Karriere einige Achtungserfolge, aber dann wurde es still um den jungen Niederländer, in diesem Jahr hat er endlich wieder auf sich aufmerksam gemacht, 2 Pro Tour Siege kurz hintereinander und jetzt der Sieg über den klaren Favoriten Dave Chisnall und sein Einzug ins Viertelfinale. Das Spiel war eines der schnellsten Spiele, dass ich je gesehen habe, man sagt zwar, dass auch Dave Chisnall ein schneller Spieler ist, aber ich glaube, gestern war diese Spielweise für Chizzy zu schnell, wie ist es sonst zu erklären, dass der Highscorer Chizzy zu keiner Zeit mit den Scores von Jelle Klaasen mithalten konnte.
  • Keine Überraschung beim Endergebnis, aber trotzdem muss ich sagen, dass ich nach wie vor davon überrascht bin, wie sich der Titelverteidiger Michael van Gerwen präsentiert hat. Es ist schon sehr seltsam, wie er zu letzt in sämtlichen Interviews fast schon gebetsartig herunter plappert: "dass war nicht mein bestes Spiel, aber ein Gewinn ist eine Gewinn und man muss auch ein schlechtes Spiel gewinnen können". Das hat er in den letzten Turnieren auch immer gesagt und viele Finals hat er nach solchen Siegen nicht erreicht. Er bleibt einer der Favoriten auf den Sieg, aber dieses Michael van Gerwen ist schlagbar und es würde mich nicht überraschen, wenn das auch passiert.
  • Überraschung Nummer4 Mark Webster, der seinen Erfolg in einem Interview so ein bisschen auf den Babyfaktor zurückführt, hat gestern einfach besser und konzentrierter gespielt als der Doppelweltmeister Adrian Lewis, der mir gestern Abend sehr fahrig und nervös vorkam. Lewis der noch gegen RvB überzeugen konnte und sehr gut spielte, war gestern nicht wieder zu erkennen.   
Drei Favoriten raus und einer nicht wirklich in überzeugender Form, statt dessen zeigen sich neue junge Wilde auf der Bühne als Sieger und marschieren in die nächste Runde.

Game on!

Ozzy 07.10.2015, 09.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

partypoker.com World Grand Prix 2015 - Tag3



Achtelfinale in Dublin - Tag1 und die obere Hälfte des Tableau ist wieder dran mit Spielen. Der Faktor sehr kurzes Spiel entfällt ab sofort, denn nun wird im Modus Best of 5 Sets gespielt. Nach dem der Sonntag schon super spannend war, werden die 4 Spiele der 8 Gewinner von Sonntag auch sicher keine Wünsche offen lassen. In jeder einzelnen Partie liegt eine gewisse Brisanz und es lässt sich selbst in einem Spiel mit Michael van Gerwen nicht klar ausmachen, wer der Favorit ist, denn ein Kim Huybrechts ist durch aus in der Lage MvG zu schlagen. Aber ob er das heute schafft, muss sich erst noch zeigen.  

Runde2 - Tag1
Michael Smith 2-3 Jamie Lewis

Das erste Spiel des Abends ist gleich eine hochinteressante Begegnung, von einem jungen Spieler der es geschafft hat, den Touch des ehemaligen Youth Champions abgelegt zu haben und als Erwachsener angesehen zu werden und als aktuelle Nummer9 der Welt als angesehener Gegner wahrgenommen zu werden. Und einem zweiten jungen Spieler der auf dem Weg ist, das erreichen zu wollen, was Michael Smith schon erreicht hat. Wenn Jamie Lewis weiter in der Rangliste aufrücken will, dann muss er es beweisen, in dem er Gegner wie Smith besiegen kann. In den ersten Satz startet Smith aber deutlich besser, ohne Probleme holt er sich den ersten Satz und führt nun 1:0 in den Sätzen. Nachdem Smith den ersten Satz zu 0 in den Legs gewinnen kann, bringt sich Jamie Lewis im zweiten Satz erstmals auf Scoreboard und kann seine zwei Anwurfspiele gewinnen, allerdings fehlt ihm noch so ein bisschen, um genügend Druck auszuüben, dass Smith das entscheidende Leg verliert. Statt dessen gewinnt Smith auch den zweiten Satz und führt nun 2:0 in den Sätzen. Den dritten Satz startet Jamie Lewis, aber gleich im ersten Leg spielt Smith 6 perfekte Darts, der Neundarter klappt nicht, aber Michael Smith holt sich ein frühes Break im dritten Satz. Aber Jamie Lewis breakt sich zurück und kann den Satz weiter von vorn anspielen. Nach dem Stand von 2:2 hällt er dem Druck von Smith stand und holt sich seinen ersten Satz. Nur noch 2:1 nach Sätzen für Smith. Im dritten Satz steigert sich Michael Smith in eine kleine Frustration und spielt dadurch immer schlechter und Jamie Lewis wird immer stärker, er holt sich sein erstes Break gegen Smith und holt sich den 4.ten Satz und gleicht das Spiel zum Stand von 2:2 aus. Entscheidungssatz gleich in Spiel 1 - jetzt wird sich zeigen, wer seine Nerven im Griff hat. Und wieder holt sich Smith direkt ein Break im ersten Leg, aber obwohl Smith Lewis in den Punkten abgehängt hatte, breakt sich Lewis wieder zurück und gleicht den Satz in Legs wieder aus. Im dritten Leg hat der Bully Boy die Chance erneut auf ein break, verpasst aber die Doppel20 und kann nur zuschauen, wie Jamie Lewis sich mit 2:1 in Führung bringt. Michael Smith kann man seit zwei Sätzen deutlich den Druck im Gesicht ansehen, unglaublich wie stoisch der junge Jamie Lewis dieses Spiel herunterspielt, man kann in seinem Gesicht keinerlei Regung sehen, kein Ärger, keine Freude ... er spielt einfach das Spiel. Unglaublich auch das muss man eine große Überraschung nennen, denn Jamie Lewis gewinnt dieses Spiel, nach dem er schon 2:0 zurück gelegen hat. Der Debütant bleibt im Rennen und steht nun schon im Viertelfinale wo er allerdings auf den Sieger aus der Partie MvG gegen Kim Huybrechts treffen wird.

Dave Chisnall 2-3 Jelle Klaasen

Und wieder ein starkes Match zwischen zwei ambitionierten Gegnern, Dave Chisnall dem alle irgendeinen Major Titel zutrauen und der ein super gutes Jahr 2015 hat und Jelle Klaasen der seit ein paar Wochen so richtig gut in Form ist und 2 Pro Tour Titel gewinnen konnte und der natürlich auch weiss, was es bedeuten würde, wenn er einen solchen großen Titel wie den World Grand Prix gewinnen könnte. Wie verbissen beide um jeden Punkt kämpfen werden, sieht man schon im ersten Satz, der über 5 Legs geht und das am Ende Chizzy mit einem Break für sich entscheiden kann. Im zweiten Satz startet Chizzy und holt sich das erste Leg und im zweiten Leg startet er mit 6 perfekten Darts, aber kann das Leg doch nicht für sich entscheiden. 1:1 in den Legs im zweiten Satz.Im dritten Leg holt sich Klaasen ein Break gegen Chizzy und kann nun mit eigenem Anwurf den zweiten Leg für sich entscheiden, wenn Chizzy nichts einfällt. Aber man muss sagen, dass Jelle Klaasen aktuell besser spielt als Dave Chisnall und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass er sich diesen zweiten Satz holt und zum 1:1 in den Sätzen ausgleicht. Im dritten Satz holt sich Chizzy ein schnelles Break, aber er kann es nicht untermauern, denn Jelle Klaasen breakt sich direkt zurück. Klaasen zeigt sich mehr als kämpferisch und ist hoch fokussiert. Dieses Spiel ist so schnell, dass man Angst haben muss, dass man irgendetwas wichtiges verpasst. Klaasen geht mit 2:1 in Führung und Chizzy muss das vierte Leg gewinnen, doch Klaasen finished mit seinem bereist dritten ton+ Finish das Leg und holt sich den dritten Satz und führt nun 2:1 in den Sätzen. Chizzy hatte wahrscheinlich gedacht, dass Spiel gegen Peter Wright würde eine schwere Partie werden, aber diese Partie fordert so viel mehr von ihm ab. Man kann ihm wirklich ansehen unter welchem Druck er steht. Auch Satz 4 ist wieder sehr umkämpft, Chizzy wirft ihn an und kann seine ersten beiden Legs für sich entscheiden, aber Klaasen kann mit seinen beiden Legs immer wieder gleichziehen. Und diesmal ist es Chizzy der unter Druck die Nerven behält und sich den 4ten Satz holt. Und auch dieses Match geht wieder über die komplette Länge - High Class Match! Und dann ist es passiert, in einem umkämpften 5.ten Satz holt sich Jelle Klaasen das vierte Leg zum 3:1 in den Legs und besiegt Dave Chisnall und auch das muss man eine Überraschung nennen, denn klar weiss man, dass Jelle Klaasen ein fantastischer Spieler ist, aber so wie er hier gespielt hat, hat man ihn schon sehr lange nicht spielen gesehen. Gratulation an Jelle Klaasen!

Michael van Gerwen 3-1 Kim Huybrechts

Die obere Hälfte des Tableaus ist definitiv die spannendere Hälfte in diesem Turnier, denn diese Matches wollen wir sehen. Im ersten Satz startet MvG mit einem Break, doch Kim Huybrechts schlägt zurück, holt sich das Break zurück und ist auch sonst der bessers Spieler und holt sich den ersten Satz mit 3:1 Legs gegen den Titelverteidiger. So hat sich das MvG sicher nicht vorgestellt. Im zweiten Satz versucht er direkt einen Gang höher einzulegen und führt auch schnell 2:0, aber dann kommt Huybrechts wieder und erkämpft sich die nächsten beiden Legs und gleicht zum 2:2 aus. Huybrechts hat sogar Chancen auch diesen Satz für sich entscheiden zu können, aber er bräuchte dazu ein wirklich großes Highfinish, was er nicht schafft und so kann MvG in den Sätzen zum 1:1 ausgleichen. Im dritten Satz spielt MvG nicht wirklich besser als Kim Huybrechts und doch holt er sich ein wichtiges Break und am Ende den Satz mit 3:1 Legs. Nun hat er das Match gedreht und führt mit 2:1 Sätzen. Und im vierten Satz zeigt dann der Titelverteidiger, warum er die Nummer 1 der Welt ist, mit einem klaren 3:0 in den Legs holt er sich den letzten Satz zum Matchgewinn. MvG startet langsam in das Match, aber er kann sich steigern und bleibt im Rennen und im Turnier.

Adrian Lewis 0-3 Mark Webster

Und wieder so ein Spiel, wo man nicht genau sagen kann, wie es ausgehen wird. Adrian Lewis, den man durchaus als Favoriten betrachten muss, startet mehr als schlecht in den ersten Satz, er spielt keinen einzigen Score über 140 Punkte und hat keinen einzigen Dart auf ein Double (out nicht in) und wird von Mark Webster mit 3:0 Legs in die Pause geschickt. 1:0 Sätze für Mark Webster und Adrian Lewis sollte dann jetzt mal so langsam aufwachen und anfangen zu spielen und zu kämpfen. Adrian Lewis startet ein bisschen besser in den zweiten Satz und holt sich sein erstes Leg, aber sein Spiel verbessert sich nicht wirklich und so kann sich Mark Webster sich auch den zweiten  Satz mit 3:1 Legs sichern. Adrian Lewis steht also schon mit dem Rücken zur Wand, aber er kommt nicht ins Spiel und so holt sich Mark Webster auch den dritten und letzten Satz mit 3:1 Legs und auch das ist eine große Überraschung, Mark Webster ist im Viertelfinale.

Game on!

Ozzy 06.10.2015, 19.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

World Grand Prix 2015 - Tag2 Zusammenfassung



Der zweite Abend der ersten Runde dauerte gestern nicht so lange wie der erste Tag und er war auch nicht so spannend, auch wenn es einige unerwartete Überraschungen gab. Dieses mal wurde 5 der 8 Spiele mit 2:0 entschieden. Im Vergleich zu Tag 1 waren die Partien auch nicht so spannend, denn in der unteren Hälfte des Tableau standen sich doch die üblichen Verdächtigen gegenüber und in fast jeder Partie konnte man schon vorab einen klaren Favoriten benennen.

  • "Unter den Blinden ist der Einäugige der König" - so oder so ähnlich kann man wohl Spiel 1 beschreiben, denn Andrew Gilding und Simon Whitlock suchen beide nach ihrer Bestform. Und gestern war es der Wizzard, der ein Auge hatte und damit die Doppel etwas besser traf als sein Gegner.
  • Auch Spiel 2 war eher unspektakulär und ging an den immer wieder sehr gut spielenden Justin Pipe.
  • Im dritten Spiel gab es zwei echte Kämpfer, die sich immer wieder bis in die Spitze der Turniere vorspielen können, aber nie die ganz großen Erfolge feiern konnten. Ein umkämpftes Spiel bei dem am Ende Terry Jenkins auf der Siegerseite stand.
  • Überraschung Nummer 1: Mensur Suljovic schlägt James Wade und das obwohl das nach dem ersten Satz wohl kein Mensch mehr geglaubt hätte. Nach seinem hervorragenden Debüt beim Worldmatchplay zeigt Mensur nun auch in diesem Major Turnier, dass er auf jedenfall zur Weltspitze gehört.
  • Keine Überraschung hingegen war der Sieg von Ian White, er ist aktuell in bestechender Form und man kann ihm aktuell in jedem Turnier auch als Favoriten mitführen.
  • Die Mega Überraschung allerdings war der Sieg von Vincent van der Voort gegen Phil Taylor. Taylor hat hervorragend gespielt, doch wie auch schon in der Premier League, wo er immer wieder den besseren Average hatte und doch verlor, so war es auch gestern. Schon im zweiten Leg des ersten Satzes schrammt er nur ganz kurz am Neundarter vorbei und spielt einen überragenden Average und doch verliert er den ersten Satz und lässt sich im zweiten Satz dann mächtig vom großen Holländer beeindrucken, nur ein Fehler und der wird mit dem Ausscheiden bestraft.
  • Gary Anderson und die großen Turniere, gestern demonstrierte er, dass er auch diesen Titel will und auch gewinnen kann. John Henderson hatte nicht den Hauch einer Chance.
  • Ähnlich erging es Daryl Gurney, der wirklich nicht schlecht spielte, aber eben nicht gut genug um den wirklich gut aufgelegten Robert Thornton gefährlich zu werden.
Taylor und Wade raus, damit ist die untere Hälfte des Tableaus offen für neue Favoriten, vielleicht spielt aber dieser Zustand auch nur einem in die Karten nämlich Titelverteidiger Michael van Gerwen, der von nun an deutlich entspannter auf die andere Seite des Turnierbaums schauen kann. 

Game on!

Ozzy 06.10.2015, 10.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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